CD105 Booklet

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 1.

Ludwig v. Beethoven: geb. 1770 Bonn, gest. 1827 Wien.
Deutscher Tanz Nr. 6 in G-Dur (1795) Beethoven bildete mit Haydn und Mozart zusammen das Dreigestirn der Wiener Klassik.
Alle drei Meister haben ihren Beitrag an Tänzen für Hofbälle, Redouten und Wohltätigkeitsfeste des Wiener Kunstvereins komponiert, bei denen im Tanzhaus der Wiener Hofburg nach den Ländlerischen Tänzen und Menuetten getanzt wurde

 2.

Anonym: Harfenistentanz Dieser Tanz wurde vom Harfenisten "Pauli" im "Süßen Löchl", einem Metkeller, in Wien aufgespielt.

 3.

Anton Diabelli: geb. 1781 Mattsee/Salzburg, gest. 1858 Wien.
Altwiener Ländler in D-Dur, op. 122/2+1
Diabelli war Schüler Michael Haydns, ab 1803 als Klavier- und Gitarrelehrer in Wien.
Seit 1818 Musikverleger mit Peter Cappi, von 1824 - 1854 selbständiger Verleger.
Er war ein fruchtbarer und geschätzter Komponist für Klavier und Gitarre.
Seine "Altwiener Ländler" sind durch harmonische und technische Wendungen
interessant.

 4.

Anonym: Schusterfleck Tanz
Dieser Tanz beginnt mit einem "Schusterfleck", so nannte man früher eine Folge
von einer oder mehreren Sequenzen.

 5.

Anton Diabelli: Altwiener Ländler in C-Dur, op. 121/5+8

 6.

Anonym: "Englischer Tanz" aus dem "Wiener Musik- und Theateralmanach aus
dem Jahre 1786".
Ein Zitat von Franz Magnus Böhme: Die Geschichte des Tanzes in Deutschland.
"Ungefähr 1764 treten die Contratänze, nicht die heutigen Englischen Tänze
(Country-Dances) auf, welche zu acht Personen im Viereck getanzt werden.
Aus diesen entstanden die Quadrillen."

 7.

Anton Diabelli: Altwiener Ländler in D-Dur, op. 122/3+6

 8.

Michael Pamer: geb. 1782 Neulerchenfeld/Wien, gest. 1827 Wien.
Walzer aus dem Ballett "Die Hochzeit auf dem Lande" Pamer war ein Sonderling,
sein musikalisches Talent nicht unbedeutend. Er spielte ganz brillant Violine.
Bei Pamer sind die Urkräfte für die Schaffung der unsterblichen klassischen Walzer
zu suchen.
Johann Strauß sen. spielte in der Kapelle Lanners die Bratsche,
Lanner wiederum war Geiger in der Kapelle Pamers, der demnach die musikalische
"Großvaterstelle" zu Strauß einnimmt.

 9.

Mauro Giuliani: geb. 1780 Bologna, gest. 1829 Florenz.
Walzer Nr. 3 in d-Moll, op. 57
Giuliani, der bedeutendste und bahnbrechendste Vertreter der Wiener Klassischen
Gitarrekunst war in Wien von 1807 - 1819 sesshaft, wo er zu Diabelli in nahem Verkehr
stand. Er konzertierte mit Hummel, Moscheles, Mayseder, Spohr und Seidler.

10.

Joseph Lanner: geb. 1801 Wien, gest. 1843 Wien.
Wiener Ländler in G-Dur von 1830
Lanner war neben Strauß Vater und Sohn der klassische Repräsentant des
"Wiener Walzers" und der Wiener Tanzmusik. Seine schöpferische Fantasie,
sein unermüdlicher Fleiß lassen seine Werkzahl auf über 200 anwachsen.
Die Form des Walzers wurde von ihm zum Zyklus ausgebaut, die dann unter Hinzufügung
von Einleitung und Schluss den klassischen Walzer ausmacht, dessen Form Strauß
übernommen und beibehalten hat. Seine "Wiener Ländler", im Tempo langsamer als die
Walzer, sind urwüchsiger, verhalten und kraftvoll.

11.

Ludwig van Beethoven: Deutscher Tanz Nr. 7 in C-Dur (1795)

12.

Josef Weidinger: Schwamma- und Busserltanz
Weidinger, genannt "Schwamma" (volkstümlich: Rausch), ursprünglich Wäscher,
später Gastwirt, war einer der beliebtesten Komponisten von Wiener Tänzen.
Er spielte mit Sperl und anderen, war auch als Sänger bekannt und beliebt.

13.

Anton Diabelli: Altwiener Ländler in D-Dur, op. 122/9+4

14.

Franz Schubert: geb. 1797 Wien, gest. 1828 Wien.
Wiener Damenländler op. 67 (DV 734)
Schubert, der sein ganzes Leben lang auch Tanzmusik komponiert und selbst gespielt
hat,
fand in den "Schubertiaden" Gelegenheit, sich selbst zu produzieren.
Er spielte für die Abendgesellschaft seine neuesten
Ländler, Deutsche Tänze und blieb hernach auch am Klavier sitzen, wenn die anderen zu
tanzen begannen. Nach Aussage Franz Endlers hat Schubert nie improvisiert, sondern stets längst aufgeschriebene oder wenigstens im Kopf komponierte Tanzketten gespielt.
Nach einer anderen Quelle spielte er in vorgerückter Stunde zum Tanz, wobei er frei
improvisierte. Gefiel ihm ein Tanz besonders, wiederholte er ihn, um ihn sich einzuprägen
und schrieb ihn am nächsten Tag nieder.

15.

Georg Bertl: geb. 1815 Altlerchenfeld/Wien Galanterie Tänze Bertl war ein
vortrefflicher Klarinettist und früher Militärkapellmeister.

16.

Anonym: "Sträußerl Tanz" (1845)
Dieser Tanz wurde von J. Strauß sen. im Trio des Radetzkymarsches verwendet.
Damals war es üblich, bekannte oder beliebte Musikstücke in eigenen Werken
einzubauen.

17.

Anton Diabelli: Altwiener Ländler in D-Dur, op. 122/10+12

18.

Franz Schubert: Valses sentimentales, op. 50 (DV 779)

19.

Anton Diabelli: Altwiener Ländler in D-Dur, op. 122/8+1

* * * * *

Volksharfe (Stahlsaiten): Nr.: 7 und 19
Kontragitarre: Nr. 4, 12 und 15.

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